Mittwoch, 24. August 2016

Auf in die nächste Gastfamilie!

Guten Morgen!

Gerade stehe ich in Schuluniform im Zug und bin auf dem Weg zur Schule.
Warum? Obwohl doch Sommerferien sind?
Heute fahre ich nämlich mit meiner Schule für drei Tage in ein Englischcamp namens British Hills nach Fukushima! Endlich! So lange habe ich auf diese Reise gewartet! Bilder zeige ich euch davon dann die nächsten Tage. Meine neue Gastfamilie gefällt mir recht gut, sie sind etwas anders als die anderen zuvor, in manchen Punkten jedoch fast identisch. Ich hoffe, wir werden ein gute Zeit miteinander haben.
Nach Fukushima werde ich dann bis Sonntag bei Yurie im National Olympics Memorial Youth Center sein, wo unter anderem auch die neuen Austauschschüler ihre Orientierung haben werden.
Ich werde euch auf dem Laufenden halten!
Hier ein paar Bilder von gestern und heute:

Ein Bild vom Flugzeug, welches mich zurück nach Tokyo brachte.
Das Flugzeug war kein kleines gewöhnliches wie auf dem Hinflug, sondern eine Riesenmaschine, die eigentlich nur bei Langstreckenflügen benutzt werden. Das Flugzeug war wider Erwarten sehr voll... wow... Der Flug verlief jedenfalls gut und wieder einmal saß ich nicht am Fenster, sondern am Gang. Wieder einmal blieb mir der Blick auf Japan von oben verwehrt. Ärgerlich!

Nach einem Monat ging ich wieder einmal zu meiner geliebten Schule... Das ist auch der Grund, weshalb ich gestern in Schuluniform flog. Alle haben mich sehr herzlich begrüßt und es war sehr schön.
Der große Nachteil meiner neuen Gastfamilie: der Schulweg. Nein, es dauert nicht nur 52 Minuten, sondern so um die 1 1/2 Stunden, weil sehr viel warten und laufen zum Schulweg mit dazugehört. Es wird schon irgendwie klappen...

Chiba Monorail, also die Schwebebahn! TOTAL COOL!
Leider war der gestrige Tag sehr anstrengend und die nächsten Tage wird es nicht besser.
Wünscht mir Kraft!

Dienstag, 23. August 2016

Flughafen Matsuyama

Die letzten dreißig Minuten in Matsuyama, Ehime sind nun offiziell angebrochen.
Gerade sitze ich am Flughafen und warte darauf, in das Flugzeug zu steigen. Mein Flug wurde von 9:35 Uhr auf 10:20 Uhr verlegt, sodass ich noch die Zeit für einen Eintrag gefunden habe. Übrigens gibt es hier einfach freies WLAN, was ich toll finde.
Was soll ich groß sagen... Der Abschied mit meiner Familie war gar nicht toll. Ich mag Abschiede einfach mal so gar nicht. Bei meiner ersten Familie, mit der ich mich ja nicht so gut verstanden habe, habe ich trotzdem auch mehrere Stunden geweint. Gerade bin ich, um ehrlich zu sein, noch am Weinen... Ich mag es echt nicht. Über mein Abschiedsgeschenk scheinen sie sich auch gefreut zu haben, denn ich habe ein Fotoalbum für sie erstellt. Bilder findet ihr selbstverständlich anbei!

Mein Abschiedsgeschenk an sie. Ich habe es nach langen Mühseligkeiten endlich fertig bekommen! Leider konnte ich es ihnen nur wortlos in die Hand drücken, da dafür keine Zeit mehr blieb. Ich wollte diesen Moment bis zum Schluss so lange es geht hinauszögern und wir stellen uns schon für die Gepäckkontrolle an und auf einmal hieß es, ich soll schon reingehen. Ich zückte schnell das Album, drückte es ihnen Hand, wir gaben uns kurz die Hand, wünschten uns gegenseitig alles Gute und ich bedankte mich herzlich für alles. Leider war es zu kurz... 

Verspätung... Dafür einige Minuten länger in Matsuyama...

Flughafen Matsuyama!


Zwei Bilder, die wir zum Abschied von einem Flughafenpersonal aufnehmen ließen. Sie sind so tolle Menschen... Danke einfach nur für alles! Ich werde euch nie vergessen.
Ich werde übrigens in Schuluniform fliegen, da ich gleich noch zur Schule gehe. Ich habe schließlich meine Schule fast einen Monat nicht besuchen können und die Vorfreude ist einfach nur gigantisch.

Montag, 22. August 2016

Letzter Tag in Matsuyama

Hallo ihr und noch Liebe Grüße aus Matsuyama, Ehime!

In nun schon ungefähr 24 Stunden werde ich schon wieder im Flugzeug sitzen, dennoch geht es nicht nach Deutschland, sondern zurück nach Tōkyō-Haneda. Ich habe ja schon einige Male von meinem Präfekturenwechsel erzählt und für die meisten war es aus irgendwelchen Gründen unverständlich, warum ich nun auf einmal in Ehime und nicht mehr in Chiba lebe. Dennoch war, nach Ehime zu kommen, das beste, was mir hier passieren konnte!
Jetzt, wo dieser Monat hier vorbei ist, möchte ich gerne ein Fazit abgeben zu diesem Monat.
Als mir meine Betreuerin in Deutschland die E-Mail sendete, mit der ich gleichzeitig auch alle Informationen zu meiner neuen Gastfamilie bekam, erwähnte sie darin, dass meine Familie hier eine der wertvollsten Gastfamilien von WYS ist, weil sie schon oft Austauschschüler mit großem Erfolg aufgenommen haben. Das kann ich so ganz klar bestätigen. Diese Familie ist unglaublich... TOLL!!! Ich war so unglaublich glücklich hier, beziehungsweise bin es ja noch! Ich bin total traurig, dass ich wieder zurück nach Kantō muss, denn ich finde es hier recht schön... Vor allem tobt gerade in ganz Kantō ein Taifun, der hoffentlich mal bald verschwindet, denn ich habe nicht über 50,000 Yen für Regen bezahlt. Ich rede von meiner Reise nach Fukushima am Mittwoch.... Bitte schickt mir gutes Wetter!
Meine Gastmutter unterstützt mich so unglaublich gut! Sie probiert alles, um mir zu helfen und mir einen schönen Aufenthalt hier zu ermöglichen. Das hat sie auch geschafft. Sie ist definitiv eine der nettesten und tollsten Leute, die ich hier in Japan je getroffen habe. Unglaublich nett, und doch streng. Eben eine Mischung daraus. Zudem ist sie unglaublich süß. Ich habe sie in nur 29 Tagen komplett in mein Herz geschlossen und will sie, wenn es bald geht, auf jeden Fall wiedersehen. Danke für diese vier Wochen mit dir, du bist die BESTE!!!
Auch mein Gastvater ist ganz nett gewesen, obwohl es manchmal doch anstrengend war, mit ihm zu reden... Was soll man machen, die Jüngsten sind sie leider nicht mehr. Trotzdem ist er auch sehr nett!
Mit meiner Gastschwester Aki konnte ich leider nicht viel machen, da sie die ganze Zeit krank war... Dennoch war sie mir immer sehr sympathisch!
Sonst fand ich auch alle Freunde meiner Gastfamilie, die ich hier getroffen habe, sehr, sehr, sehr nett und toll. Der Japanischunterricht hier hat auch viel Spaß gemacht, auch wenn es nicht immer einfach war. Heute gehe ich dann das letzte Mal hin und mache hoffentlich mit allen noch ein paar Bilder. Richtig, ich liebe es, Fotos aufzunehmen. Damit ich diese tollen Leute hier alle nicht vergesse.
Dank meiner tollen Gastfamilie war es mir auch möglich, mehr von der unglaublich schönen Präfektur Ehime zu sehen. Ehime ist wunderschön und ich werde auf jeden Fall wiederkommen! DANKE FÜR 30 TAGE! Ich liebe euch!!!
Hier noch ein paar Bilder für euch:

Am 20. August, fuhr ich von Bahnhof Matsuyama aus mit einer kleinen Eisenbahn bis zum Schloss Matsuyama...

... und da ich alleine unterwegs war, hatte ich niemanden dabei, der das Bild hätte aufnehmen können für mich. Erst habe ich mich nicht getraut, jemanden zu fragen, bis auf einmal ich gefragt wurde, ob ich ein Bild von einer kleinen Gruppe an Leuten machen könnte, was ich natürlich auch gemacht habe. Dann habe ich zurückgefragt und sie haben dann auch dieses Foto von mir aufgenommen! Total lieb! Ich liebe Schloss Matsuyama!

Auf dem Rückweg benutze ich dann den Lift (?) oder so und das ist jedenfalls die Aussicht auf Matsuyama. So schön...


Dann hat am gleichen Tag meine Gastfamilie noch Teile ihrer Familie eingeladen und wir machten lecker Barbecue! Es war so toll!

Barbecue mit der besten Gastfamilie!

Das habe ich von Kaori-san, der Tochter des Bruders meiner Gastmutter, geschenkt bekommen, einfach so. Total lieb! Ich habe mich sehr gefreut! Vielen Dank dafür!

Als ob der Tag nicht schon ereignisreich genug wäre, war ich nun schon 150 Tage hier in Japan. Wow! Die Zeit vergeht so schnell!!! Ich war einfach mal 150 Tage am Stück alleine hier in Japan als Austauschschülerin! Ich bin stolz auf mich selbst.


Im Gegenzug bin ich gerade dabei, ein Album für meine Gastfamilie zu machen, zum Abschied. Hoffentlich gefällt es ihnen dann...

Gestern, am 21. August haben wir als Freiwillige mit anderen Menschen aus der Umgebung Pakete fertig gemacht, die nun zu Kindern in den Philippinen geschickt werden. Gefüllt sind diese mit Stiften, Papier, Kleidung und Instrumenten. Eben das, was die meisten dort leider nicht haben. Ich habe wieder viele Menschen kennengelernt und es hat total Spaß gemacht!

Auch habe ich da ein paar Jugendliche einer örtlichen High School getroffen. Ärgerlich, dass ich nicht hier zur Schule gehe und zu allem Überfluss auch noch morgen nachhause nach Chiba fliege... Nur zu gerne hätte ich mich mehr mit ihnen angefreundet...

Was kann ich noch so zum Abschied sagen... Shikoku ist eine komplett andere Welt gewesen als Kantō. Da ich nun schon fünf Monate in Kantō lebte und das Großstadtleben mehr als gewöhnt war, war es in der ersten Woche unglaublich schwer für mich, hier einzuleben. Auch wenn Matsuyama als die größte Stadt von Shikoku gilt, war es für mich eher wie eine Kleinstadt. Die Züge kommen einfach immer nur alle 15 Minuten und haben maximal nur bis zu 3 Waggons, während die Züge, die ich in Kantō zur Schule benutzt habe, immer so um die 15 Waggons hatten und trotzdem extrem voll waren. An den Dialekt hier habe ich mich dennoch sehr schnell gewöhnt und ich mag ihn sogar total. Trotzdem habe ich mich hier oft sehr fremd gefühlt. Nicht, weil ich Ausländer bin, sondern weil ich eben fünf Monate im Osten gelebt habe und es da total anders ist.
Dennoch hat es mir hier sehr gefallen. Danke für diesen Monat, liebe Gastfamilie und auch WYS! Ich werde weiterhin mein bestes geben!

Freitag, 19. August 2016

Kazaana

Zu heute folgen gleich zwei Einträge, da wir zwei Orte besuchen, die eher weniger etwas miteinander zutun haben.
Wie ich schon in meinem Eintrag von gestern erwähnte, fuhren wir heute tatsächlich in die Berge, wo es wider Erwarten sehr kühl war! Hätte ich mich nicht langärmlig angezogen, hätte ich wahrscheinlich gefroren. Wir fuhren zu einem Kazaana (jap. 風穴), einem Windloch. Auf dem Weg dorthin war ich sehr überrascht, wie schön das ländliche Ehime doch nur sein konnte.



Das ist immer noch das schönste Bild von heute, wie ich finde.



Die Berge waren unterwegs auch wieder gewaltig. Wir fuhren auch auf einen von ihnen und wir waren fast eine Stunde lang während der Fahrt nur von Bäumen umgeben. Zwischendrin gab es kleine Wasserfälle und ich fühlte mich nicht mehr so, als wäre ich in Japan. Ich fühlte mich eher so, als sei ich irgendwo in den Tropen. Japans Klima gehört ja wiederum auch zu den Subtropen, glaube ich.

Wir parkten dann ganz weit oben von einem Berg und liefen eine ewig lange Treppe hinauf zum Windloch.



Das einzige, was wir inmitten von den Wäldern dort hörten, waren die Zikaden, mehr nicht.



Wir kamen, nachdem wir die vielen Treppen empor stiegen, endlich beim Windloch an. Es war dort wirklich sehr kühl und auch die Steine, die um das Windloch herum lagen, waren sehr kühl.



Gastmutter Kimiko war so freundlich, erneut Bilder von mir aufzunehmen.



Im Vordergrund sieht man das Windloch und im Hintergrund all die anderen Steine, die ebenfalls Kälte ausstrahlten. Einige Kinder kletterten diese empor und es war sehr lebendig dort auf einmal.



Die Natur dort war auch echt unglaublich. Gibt es so etwas auch in Ostjapan? Da bin ich mir nicht so sicher. Südjapan ist generell tropischer.



Wir gingen daraufhin zu dieser Hütte, die ihr im vorherigen Bild schon sehen könnt und Gastvater Hiroyuki nahm dieses Bild von Gastmutter Kimiko und mir auf. Wie gern ich sie habe!



Das Bild hier finde ich etwas fragwürdig... Ich sehe da irgendwie komisch aus, oder?

Wir liefen nach dem Besuch bei dem Windloch die Treppen hoch und liefen über lange Umwege zurück zum Auto.



Mich verwunderte stark, dass die Hortensien, die eigentlich nur zur Regenzeit in Japan blühen, noch immer blühten. In Chiba waren sie schon lange verblüht.



Ein Paradies für Zikaden.



In der Nähe des Parkplatzes gab es einen kleinen Teich und Gastmutter Kimiko erklärte mir, dass dort immer gecampt wird. Cool! Ich würde auch nur zu gern mal hier in Japan campen gehen!

Nachdem wir das Auto erreichten, hieß es auch schon, zu Mittag zu essen. Wir fuhren bergabwärts zu einem kleinen Laden.



Nagashi Soumen (jap. 流しそうめん). Nudeln, die nur im Sommer kalt gegessen werden. Als wir dort bei dem Laden ankamen, bezahlten wir jeweils nur 650¥ und bekamen eine Schüssel in die Hand gedrückt, mehr nicht. Wir nahmen daraufhin Platz und mussten uns mit unseren Stäbchen die Nudeln aus dem Wasser ziehen. Die Nudeln flossen nämlich immer um uns herum. Ich schaffte um die 20 Portionen und mir war daraufhin so unglaublich schlecht. Normalerweise ist Gastvater Hiroyuki der Vielfraß von uns, doch heute war ich es. Dazu gab es natürlich kalten Tee, ich liebe es! Die Nudeln isst man übrigens immer mit verschiedenen Kräutern und taucht diese in Sojasoße ein. Einfach nur absolut perfekt.



So sah es aus.



Der Laden, bei dem wir aßen. Ich hoffe, ihr konntet es euch ein bisschen vorstellen.



Zum Schluss noch ein Bild von Gastmutter Kimiko und mir, wie wir Nagashi Soumen essen.

Da es jedoch noch viel zu früh zum Heimkehren war, beschlossen wir, zu einem Wasserfall in der Nähe zu fahren. Dazu im nächsten Beitrag, den ich gleich noch schreibe, mehr.

Donnerstag, 18. August 2016

Hasir

Heute geschah erneut nur wenig.
Morgen jedoch soll mehr geschehen, denn am Frühstückstisch haben sie mich gefragt, ob wir nicht gemeinsam zu einem kälteren Ort fahren wollen. Es geht scheinbar endlich mal in die Berge. Gerne! Ich erzähle euch dann morgen davon.

Heute jedenfalls fuhr ich wieder bis Matsuyama-shi und aß dort mein tägliches Eis. All die zugenommen Kilogramm hier werde ich hoffentlich wieder los zuhause in Deutschland...



Bahnhof Nishi-Kinuyama, der sich in der Nähe vom Haus meiner Gastfamilie befindet, ist echt winzig, wie man hier sehen kann.



Vom Zug aus fotografiert. Ich sitze immer im Abteil, der eigentlich nur aus Vorzugsplätzen besteht. Jedoch ist der Zug immer so leer, dass das eigentlich keinen Unterschied macht, wo man sitzt.



Wie immer das übliche. Es schmeckt einfach nur zu gut.

Danach fuhr ich wieder nachhause, aß gemeinsam mit meinen Gasteltern Mittagessen und schrieb auch wieder mit anderen Austauschschülern und tauschte mich mit ihnen aus. Manche von ihnen konnten nicht verstehen, warum ich nun statt in der Präfektur Chiba in der Präfektur Ehime lebe... Was gibt es daran nicht zu verstehen? Es ist doch eigentlich simpel.
Nach dem Abendessen redeten wir nach langem mal wieder sehr lange miteinander und es machte so Spaß. Wir redeten über Deutschland und sie zeigten mir einige Bücher und Orte, die sie mal in Deutschland besucht haben. In Berlin waren sie noch nicht, was ich schade finde. Warum wollen immer alle nach München oder so, wobei doch Berlin, meine Heimatstadt, die Hauptstadt darstellt? Ich verstehe es überhaupt nicht und kann es nicht nachvollziehen.



In dem einen Buch fand ich das hier, Hasir. Hasir ist ein berühmtes türkisches Restaurant in Berlin, wo ich mit meiner Familie immer oft essen gegangen bin. Es hat mich sehr gefreut, ein Bild von Hasir in dem Buch vorzufinden. Es war wieder ein unglaubliches Gefühl.

Mittwoch, 17. August 2016

Bowling

Gastvater Hiroyuki geht immer jeden Mittwoch zusammen mit seinen Freunden zum Bowling und da ich Bowling auch sehr mag, fragte Gastmutter Kimiko für mich, ob ich nicht mitkommen könne. Das geschah, nachdem Gastvater Hiroyuki und ich von Ehime Daigaku zurückkamen. Kurzerhand beschloss Gastmutter Kimiko, ebenfalls mitzukommen, sodass wir schlussendlich zu dritt dorthin fuhren. Zum ersten Mal konnte ich Matsuyama bei Nacht sehen und es war echt angenehm! Überhaupt nicht so hektisch wie im ganzen Großraum Tokyo.
Dort angekommen wurden wir sehr freundlich begrüßt, die Aufmerksamkeit galt aber fast nur Kimiko. Wie ich es verstanden habe, war Kimiko früher jede Woche beim Bowling dabei, bis sie sich einmal verletzt hatte. Seitdem war sie nicht mehr dort gewesen. Natürlich bekam ich auch wieder Unmengen von Aufmerksamkeit ab.
Wir teilten uns alle dann in Gruppen auf und belegten immer jeweils eine Bahn. Ich landete in einem Dreierteam, bestehend aus Gastmutter Kimiko und Shinichi-san, einem Bekannten meiner Gastfamilie, der mir Tricks verriet, wie man am besten Bowling spielt. Trotzdem war ich mit Abstand die schlechteste dort.



Ich war jedoch verblüfft, als wir in der Bowling-Halle ankamen, da es dort echt sehr geräumig war. Ich bin mittlerweile sehr Japanisch, was das angeht. Ich bin kleinen Raum mehr als gewohnt.



Wie ich schon erzählte, war ich mit Shinichi-san und Gastmutter Kimiko gemeinsam im Team. Ich bin die in der Mitte und wie man sieht, war ich unglaublich schlecht. Es machte dennoch so Spaß!



Ich bat kurzerhand dann auch Gastmutter Kimiko darum, einige Bilder von mir zu machen, während ich Bowling spiele. Ich musste, nachdem ich gespielt hatte, immer so über mich selbst lachen... Ich bin wirklich schlecht, dafür macht Bowling nur umso mehr Spaß!

In der zweiten Spielrunde verbesserte ich mich deutlich dagegen und sagte dann die ganze Zeit Dank Shinichi-san, der mir das alles so gut erklärt hat, bin ich besser geworden. Da mussten sie alle lachen. Generell, die Stimmung dort war sehr heiter.



Am Ende wollte ich unbedingt noch ein Bild mit ihnen machen, zur Erinnerung. Hinter mir im weißen T-Shirt ist übrigens Shinichi-san. Der andere Mann im weißen T-Shirt ist glaube ich der Inhaber der Bowling-Halle, wenn ich mich nicht ganz täusche. Die anderen beiden Frauen, die man dort neben mir ebenfalls noch sehen kann, sind Freundinnen meiner Gastfamilie.

Nachdem die Spiele vorbei waren, erhielten wir noch jeweils Papiere, auf denen steht, wie oft man wann wie viele Kegel umgeworfen hat. Das Blatt nahm ich zur Erinnerung natürlich mit.

Auf dem Weg zurück zum Parkhaus kaufte Gastmutter Kimiko übrigens Wassermelone. Ich finde sie hier ebenfalls sehr teuer, aber scheinbar scheint das den Japanern hier nicht so zu stören.

Ehime Daigaku

Bis gerade eben bin ich mit Gastvater Hiroyuki mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Unsere Ziel: Ehime Daigaku (jap. 愛媛大学), also Universität Ehime, die auch gerne zu Aidai (jap. 愛大) abgekürzt wird. Wir sind in dieser Hitze dort hingefahren, um dort Bücher bei der Bibliothek abgeben zu können, die ich nicht betreten durfte. Also wartete ich, nachdem wir unsere Fahrräder geparkt hatten, vor der Bibliothek im Schatten und machte dabei dieses Bild:



Der Campus ist sehr groß.

Danach wollten wir eigentlich in der in der Nähe liegenden Matsuyama Daigaku (jap. 松山大学), also in der Universität Matsuyama, zu Mittag essen und fuhren dort eben hin. Leider hat diese während der Sommerferien geschlossen, sodass wir dann in der Universität Ehime im Speisesaal essen gegangen sind. Das Essen war preiswert und schmeckte zudem auch sehr gut. Ich hatte kalten Soba. Dann sind mein Gastvater und ich zu einem kleinen Museum auf dem Campus gegangen, der Steine aus der Region ausstellt. Ich fand es anfangs interessant, mit der Zeit dort wurde es dann aber sehr langweilig... Steine...



Wieder einmal leben Katzen auf dem Campus, wie überall in Japan. So niedlich!

Gerade eben sind wir dann wieder zuhause angekommen und ich bin echt fertig von der Hitze...
Mal sehen, was heute noch so kommt. Wahrscheinlich begleiten Gastmutter Kimiko und ich Gastvater Hiroyuki heute zum Bowling, wo er jeden Mittwoch immer hingeht. Ich bin schon sehr gespannt!

Dienstag, 16. August 2016

Schon wieder nichts...

Heute ist wieder rein gar nichts passiert... Wirklich nicht.
Schade eigentlich, aber es war wieder so heiß draußen, dass ich nicht mehr so die Lust hatte, das Haus groß zu verlassen. Bis morgen dann also wieder!

Montag, 15. August 2016

Ishite Tempel

Wie ich in meinem Beitrag von vorhin schon erwähnte, habe ich heute mit dem Fahrrad dem Ishite Tempel hier in Matsuyama mal einen Besuch abgestattet. Bevor ich mich zu diesem Tempel aufmachte, übte ich Krawatten binden. Wie ihr sicher schon wisst, umfasst meine Winteruniform der Schuluniform meiner Schule eine Krawatte und da ich diese bald wieder tragen muss, hab ich etwas geübt schon.



Das hier war mein bester Versuch.

Nun, weiter zum Kontext.
Der Ishite Tempel liegt auf der anderen Seite von Matsuyama und ich brauchte um die 45 Minuten mit dem Fahrrad dorthin. Es war etwas anstrengend, es lohnte sich dennoch gänzlich. Wie ihr vielleicht schon wisst, lebt meine Gastfamilie in der Nähe vom Meer in Matsuyama, der Tempel jedoch befindet sich schon dort, wo sich die ganzen Berge befinden im Landesinneren.
Also eigentlich hatte ich vor, eine Statue, die ganz oben auf einem Berg steht, zu besuchen, denn diese sah ich gestern vom Auto aus. Die Statue jedoch führte mich dann zum Ishite Tempel. Bevor ich dort ankam, parkte ich mein Fahrrad einfach auf dem Parkplatz von Circle K (jap. サークルK, einem Convenience Store) ab. Man kann Fahrräder ruhig stehenlassen, denn niemand wird sie hier in Japan wegnehmen. Als ich zurückkam, stand es immer noch heil da, also keine Sorge.
Direkt gegenüber von Circle K erstreckte sich ein langer Weg, dem ich folgte.



Er führte mich zu einem kleinen Bambuswald.



Als ich von diesem aus weiter geradeaus lief, kam ich zu diesem Weg hier.



Von dem Weg aus lief ich eine Treppe hoch, der mich direkt zum Tempel brachte. Ich merkte jedoch erst am Ende, dass der Weg, den ich nahm, sozusagen den Hintereingang darstellte.



Das Gelände ist ziemlich groß und es war wieder sehr ruhig dort.



Kraniche, die alle selbst gefaltet wurden. Ich schaffe es nicht einmal, einen einzigen zu falten und manche Leute falten gleich so viele...



Dort wird gebetet.



Je weiter ich das Gelände erkundete, desto wilder wurde es. Ich fand auf einmal diese kleine Brücke, die inmitten eines kleinen Waldes lag.



Nachdem ich die Brücke überquert hatte, gelangte ich zu diesem Ausgang hier. Er stellt auch nicht den Haupteingang dar. Dieser Ausgang führte mich hinter dem Tempel zu einem Friedhof, der sich auf einem ganzen Berg erstreckte. Auf dem Berg sah ich dann endlich die große Statue, die ich zuvor die ganze Zeit vergeblich gesucht hatte.



Dieser Weg sollte angeblich zu ihr führen und natürlich versuchte ich dann auch, bis nach oben zu gelangen. Jedoch gab es keinen richtigen Weg dorthin und den Weg, den ich entlanglief, war ein absoluter Albtraum. Überall waren Insekten und ich bin sogar in ein großes Spinnennetz hineingelaufen. Als das geschah, bin ich sofort umgekehrt. Sofort. Es gefiel mir sowieso nicht, die ganze Zeit inmitten eines Friedhofs herumzulaufen.



Die Rede war von dieser Statue hier.



Ich gelangte dann danach zurück zur Hauptstraße und erblickte endlich den Haupteingang des Tempels.

Übrigens habe ich wieder mit meiner Mutter gesprochen und ich hoffe, dass sie mir mit der Post ein neues Handy schicken kann, denn mein jetziges Handy hat ja noch immer den großen Sprung im Glas und das seit meinem Geburtstag. Dadurch kann ich keine Selfies mehr aufnehmen...
Hoffentlich klappt es.



Zuhause angekommen erhielt ich dieses Paket hier aus Deutschland. Mein Vater war so freundlich und hat es mir geschickt. Danke dir! Hoffentlich schaffe ich es, das alles hier zu essen, denn ich brauche keine Hilfe diesbezüglich von meiner Gastfamilie erwarten. Meine Gastfamilie ist ja keine Süßigkeiten und generell nichts Ungesundes...